Ramsbeck/Titmaringhausen. Gemeinsam auf Entdeckungreise in die Bergbau-Geschichte der Region: Das Team des Sauerländer Besucherbergwerks Ramsbeck leistete jetzt der Ortsheimatpflegerin von Titmaringhausen, Claudia Pape, Unterstützung bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Dienst der Heimatgeschichte. Und das sogar mit Erfolg: Die Fachleute konnten eindeutige Hinweise auf Bergbau-Aktivitäten früherer Jahrhunderte im Raum Titmaringhausen und Deifeld entdecken.

Nach einem Besuch des Bergbaumuseums war Claudia Pape an das Museumsteam herangetreten und berichtete über auffällige Stellen im Raum Titmaringhausen und Deifeld, auf die sie der Hobbyarchäologe Rene Ahlers im Rahmen ihrer heimatgeschichtlichen Untersuchungen aufmerksam gemacht hatte. Allerdings: Über entsprechende Bergbau-Tätigkeiten in diesem Bereich war bislang nichts bekannt - sie bat das Team des Museums daher um Unterstützung bei ihren Forschungen.

 Ortstermin: Manuel Dech und Uwe Diekmann vom Sauerländer Besucherbergwerk unterstützten jetzt die Erforschung einer möglichen Bergbau-Geschichte im Raum Titmaringhausen und Deifeld.

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Ortstermin: Manuel Dech und Uwe Diekmann vom Sauerländer Besucherbergwerk unterstützten jetzt die Erforschung einer möglichen Bergbau-Geschichte im Raum Titmaringhausen und Deifeld.

Bildnachweis: Sauerländer Besucherbergwerk Ramsbeck

 

Bei einem Ortstermin in dem entsprechenden Gelände konnten die Museums-Mitarbeiter Manuel Dech und Uwe Diekmann tatsächlich Hinweise auf eine Bergbau-Vergangenheit feststellen. So lokalisierten sie an der Ortsgrenze von Titmaringhausen in Richtung Deifeld mehrere Pingen. So bezeichnen Bergleute muldenförmige Vertiefungen im Gelände. In diesem Fall entstanden sie offenbar durch das Einbrechen der Decke von Stollen, die nah an der Erdoberfläche angelegt worden sind.

In einem weiter westlich gelegenen Areal entdeckten Manuel Dech und Uwe Diekmann zudem ein anderes, deutlich größeres Pingenfeld. Nach kurzer Recherche konnten sie auch die Bergbautätigkeit in der Umgebung von Titmaringhausen auf Eisen bestätigen.

Die Geschichte von Titmaringhausen geht weit zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1280, im 16. Jahrhundert bestand Titmaringhausen aus zehn steuerpflichtigen Höfen, unter anderem dem noch heute existierenden Fresenhof mit seinem Speicher von 1708 und dem imposanten Wohnhaus aus dem Jahr 1768. Heute wohnen ca.190 Einwohner im Ort.