Das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Insgesamt 56.082 Besucher konnten begrüßt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 5054 Besucher mehr, die die Welt unter Tage erforschen wollten. Damit konnte sogar das Rekordjahr 2007 nach Orkan Kyrill noch übertroffen werden.

Auch bei den Besuchern mit der Ruhrtopcard konnte ein neuer Rekord verzeichnet werden: 2015 kamen 4.729 Besucher mit der Ruhrtopcard ins Sauerländer Besucherbergwerk, 2016 waren es insgesamt 5.172 Besucher.

 

besucherbergwerk

 

Die Hälfte aller Besucher kamen aus NRW, 22 Prozent aus dem übrigen Bundesgebiet. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus ist das Sauerländer Besucherbergwerk bekannt, kamen doch 20 Prozent der Besucher aus den Niederlanden und 8 Prozent aus Belgien.

Auch in diesem Jahr ist dank des Wetters die Sommerferienzeit extrem gut gelaufen- Aber schon im Mai durfte sich das Museumsteam über viele interessierte Besucher freuen. Besonders aber war auch der Oktober: Es fanden fast 9000 Besucher den Weg in den Sauerländer Untergrund.

Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers sieht mehrere Gründe für die positive Entwicklung: „Beim Marketing haben wir den Schwerpunkt dieses Jahr auf den Erlebnisfaktor im Besucherbergwerk unter und über Tage gelegt. Der Fokus liegt auf der über 2000 Jahre langen Bergbaugeschichte der Region, die unter anderem durch das Sauerländische Kalifornien weltweit Bedeutung erlangte.“ Der Begriff „Sauerländisches Kalifornien” wurde europaweit in den 1850er Jahren geprägt, als Ramsbeck innerhalb von nur zwei Jahren zum Großindustriestandort gemacht wurde. So wie der Goldrausch in Kalifornien sollte das Zinkerz aus Ramsbeck eine blühende Goldgrube machen.

Außerdem konnte sich das Sauerländer Besucherbergwerk in seiner wissenschaftlichen Arbeit überregional besser aufstellen, führt Dr. Siemers aus. Einer der Höhepunkte in diesem Bereich war die Sommertagung des deutschlandweit größten Vereins für Mineralogie und Geologie (VFMG). Die Zusammenarbeit mit der Ruhr-Akademie in Schwerte ermöglichte es zudem, die Ausstellung „Uferläufer“ vorübergehend in die Dauerstellung des Museums einzubinden. Neun aufstrebende Fotografen präsentieren noch bis Sonntag, 5. Februar, ihre Eindrücke vom RuhrtalRadweg. Die Wahrnehmung des Sauerländer Besucherbergwerks wird so auch überregional weiter gesteigert.

Auch der neue Audioguide stieß bei den Besuchern auf großes Interesse und wurde sehr gut angenommen. Mit umfangreichen Informationen über Kopfhörer versorgt, sahen sich zahlreiche Gäste die vielfältige Ausstellung an.

Trotz der sehr guten Entwicklung im Bereich der Besucherzahlen könnte es sogar noch besser werden. Einen ganz konkreten Grund dafür nennt Museumsleiter Dr. Siemers: „Seit längerem suchen wir für die gut eingeführte Museumsgastronomie, die sich direkt im Museumsgebäude befindet, einen Nachfolger. Der bisherige Betreiber ging schon letztes Jahr in den Ruhestand.“